Der Belchen - Panoramaberg des Schwarzwaldes
Der Belchen ist mit einer Höhe von 1414 m ü.d.M. der dritthöchste Berg des Schwarzwaldes. Sein das Münstertal überragendes Massiv ist ein Teil der Südschwarzwälder Gneisscholle.
Der Name "Belchen" leitet sich wahrscheinlich vom keltischen "Belanus" (der Weißhaarige, der Strahelnde) ab und spielt sowohl auf die weit nach Westen vorgeschobene, isolierte Hochlage des Belchenmassivs als auch auf die kahle Gipfelfläche an. Seit 1949 ist die Gipfelregion auf einer Fläche von 582 ha als Naturschutzgebiet ausgeweisen.
Unter Schutz stehen vor allem die Hochweiden mit ihren alpinen Borstgrasgesellschaften, stellenweise kommen aucnh Heidekrautgesellschaften mit Beerensträuchern vor. Auf baumlosen Steilhängen und Felspartien wachsen zahlreiche alpine und subalpine Pflanzen, Überbleibsel der Eisezeiten. Trotz Naturschutz ist es im engeren Gipfelbereich wegen des starken Besucherandrangs zu Schjäden an der Bodenbewachsung gekommen. Seit etwa 20 Jahren bemüht man sich, den Besucherstrom in bestimmte Bahnen, sprich Rundwege, zu lenken, und hat größere Areale durch Zäune gesichert.
| Fernsicht | Rheinebene und Elsass, Vogesen, Schweizer Jura, Vorarlberg und die majestätische Kulisse der schneebedeckten Kulisse von der Zugspitze bis zum Montblanc. Der Panoramaberg des Schwarzwaldes bietet einzigartige Ausblicke. |
| Seilbahn | Mit der Eröffnung der Belchen-Seilbahn Ende 2001 wurde der Panoramaberg autofrei. Über 300.000 Besucher verzichten jetzt auf ihr Fahrzeug und schweben lautlos mit der Gondel zum Belchenhaus. Die alte Bergstraße steht heute den Wintersportlern als Familienabfahrt zur Verfügung. Bergstadtion: 1356 m; Länge: 1150 m; Höhenunterschied 262 m. Die Kabinen bieten 8 Sitzplätze. - Fahrzeiten: täglich 9.30 bis 17 Uhr, Juli bis September bis 19 Uhr (witterungsabhängig). |
| Wetterservice | Das aktuelle Gipfelwetter ist per Webcam beobachtet werden: www.belchen-seilbahn.de - Oder Hotline: 07673 / 88 82 88. |
Für eine kurze Besichtigung des Belchen empfiehlt sich die Anfahrt mit dem Auto bis zur Talstation der Belchen-Seilbahn, wo sich ein großer, in Stoßzeigen aber kaum ausreichender Parkplatz befindet. Von dort führen gut ausgeschilderte Wege bis zum Gipfel Das unterhalb des Gipfels sgtehende Belchenhaus wuwrde 1866 erbaut und verfügt als Hotel über 45 Betten; es steht auf der Gemarkungsgrenze zwischen Neuenweg und Schönenberg (Schönau). Der Tagesausflugsverkehr ist an manchen Wochenenden im Hochsommer oder während der Skisaison kaum zu bewältigen.
Da keine so ausgedehnten Skihänge zur Verfügung stehen wie am Feldberg, hält sich der Wintersportbetrieb noch in Grenzen.
Die Landwirtschaft wurde schon vor langem aufgegeben. Vom Belchenhaus führt eine halbstündige Rundwdanderung auf dem Franz-Schlageter-Weg zum eigentlichen Gipfel.
| Gipfelrundweg | Vom Belchenhaus zum Gipfelkreuz mit Panoramatafel (30 Minuten). |
| Naturerlebnispfad | Entdeckungstour über den Belchengipfel mit naturkundlichen Schautafeln (40 Minuten). |
| Panoramaweg | Große Gipfelrunde mit Blick ins Münstertal und nach Freiburg (1 Stunde). |
| Urwaldpfad | Über Ostplateau durch Belchenbannwald und Stuihlsebene zur Talstation (1 Stunde, 10 Minuten). |
| Hochkelch-Haldepfad | Höhenweg über Hochkelch zumHaldenhof auf den Spuren des Westweges (2 Stunden, 30 Minuten). |
Der Belchengipfel ist die höchstgelegene Teilscholle des schmalen Belchenhorstes, ringsum begrenzt von aus Verwerfungen hervorgegangenen Steilhängen. Das Massiv ist stark zertalt. Der Gipfel bietet eine freie Rundsicht wie kein anderer Schwarzwaldberg, auch nicht der Feldberg.
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Eine bronzene Orientierungstafel von 1873 erläutert die sichtbaren Punkte; die Alpenkette ist allerdings nur bei klarem Weter (im Spätherbst oder im Winter) zu sehen. Unter dem felsigen Nordabsturz gliedern sich die Steilhänge in Flächen mit niedrigem Laubholzbewuchs und in felsige Zwischenrippen mit Fichtenbewuchs.Folgt man weiter dem Rundweg, kommt man zu einer Felsnase, vond er aus die Südabfälle und das Tal von Neuenweg einzusehen sind. Das Gipfelgebiet des Belchen war früher Schönenberger und Neuenweger Sommerweidegebiet; seit fast 30 Jahren weiden hier anstelle der Jungrinder Wanderschafherden.
Besser als diese kurze Rundwanderung erschließt ein empfehlenswerter, aber anstrengender Rundvweg von Neuenweg aus (23 km lang, Höhenunterschiede bis zu 800 m, Dauer: mindestens 8 Stunden) die gesamte Belchenregion.
Die Wanderung führt von Neuenweg im Tal der Kleinen Wiese über Böllen, die Obere Stuhlebene, den Hägstutzfelsen, Belchenhaus und Belchengipfel, den Hohen Kelch, Stuhlskopf und Nonnenmattweiher wieder zurück nach Neuenweg.
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Von der Route aus kann man einen Abstecher zu verschiedenen Felspartien des Belchenmassivs machen, wie etwa zu Rabenfelsen, zum Hohfelsen, zum Rosenfelsen und zum Heideckfelsen. Ausgangspunkt sind die am Südabfall des Massivs liegenden Belchenhöfe bzw. das unterhalb liegende Wirtshaus.
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Das pleistozäne Vereisungszentrum des Belchengebietes lag im Osten im Quellgebiet des Aiternbaches bei Unter- und Obermulden. Den imposantesten Talabschluss des Belchengebietes bietet allerdings zweifellos das Neuenweger Tal (Kleine Wiese). Die besonders breite Ausformung ist z.T. gesteinsbedingt. Unterhalb von Neuenweg stehen Vulkanite aus dem Devon/Karbon an - das Tal ist dort noch eng -, um Neuenweg weichere Konglomerate aus dem Unterkarbon - hier weitet sich das Tal.
Talaufwärts stehen wieder härtere Gesteine an: im Gebiet der Belchenhöfe Münsterhaldengranit, im Bereich der Felspartien vom Hohen Kelch über den Heideckfelsen bis zum Hägstutzfelsen Metablastite (Gneise); die Belchenkuppe selbst ist wieder aus Granit aufgebaut, was die starke Versteilung bewirkte. Maßgeblich für die Breite des Tales ist allerdings die pleistozäne Vereisung. Niederbrechende Lawinen, bedingt durch die hohe und steile Umrahmung im Norden und im Westen, führtem dem Tal umfangreiche Schneemassen zu, die während des ganzen Jahres liegen blieben. Dies verstärkte die Abtragung an der Basis und entwickelte sich der Belchenwiesegletscher, vom Typ her ein Firnkesselgletscher, der sich in einer tiefen Firnmulde sowohl vom Schneefall als auch von Lawinen ernährte. Im Gewann Fuchsgröble ist ein gut ausbgebildetes Kar zu sehen.





























