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Hochburg Hachberg bei Emmendingen

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Die Hochburg bei Emmendingen

Auf dem Weg zwischen Emmendingen und Waldkirch und unmittelbar bei der kleinen Gemeinde Sexau liegt auf dem Hachberg eine riesige Festungsanlage. Seit Jahren bemüht sich ein Verein um den Erhalt der von der Zerstörung bedrohten Anlage.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der Hachberg mit einem Ring von sieben Bastionen umgeben, verbunden durch Mauerzüge, sogenannten Kurtinen. Vier Fünf- Eck- Bastionen mit Flanken, senkrecht auf der Kurtine stehend, und Facen, die Verbindung von Flankenende und Bastzollsspitze und zwei Bastionen ohne Flanken dienten der Verteidigung.

In den Flanken jeder Bastion waren überwölbte Geschütz- Kasematten eingebaut, aus denen heraus die gegenüberliegenden Facen bestrichen werden konnten Die heute wieder vom Bastionsplateau zugänglichen Kasematten in der Westflanke der Bastion Baden und in der Nordflanke der Bastion S. Rudolf vermittelten einen guten Eindruck einer solchen Einrichtung.

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Dem Bastionsring vorgelegt war ein Graben mit Erdwall, auf dessen Kante vor einem Laufgang eine Holzpalisadenwand die äußere Verteidigungslinie bildete. Nördlich neben der Bastion Rötteln führte das Rothgattertor durch den Bastionsring in das innere der Festung, gesichert mit einer Zugbrücke und gedeckt durch Schießscharten in den Wänden der Torkammern.

Wenn man die Bastionsanlage an ihrem Fuß umwandert, fallen verschiedene Einzelheiten auf. Zunächst weichen die Bastionsformen Voneinander ab. Dies ist auf die unregelmäßigen Geländeformen zurückzuführen. Außerdem hat die Festung durch Umbau und Wiederaufbau nach der ersten Zerstörung 1636 mannigfache Veränderungen erfahren.

Zufahrt 
Der Zugang führt über Emmendingen oder Sexau bei Emmendingen zur Staatsdomäne Hochburg (Landwirtschaftsschule). Der Zugang ist frei. Auf der Ruine ist sogar ein kleines Museum (freier Eintritt), in dem die Geschichte der Festungsanlage dargestellt und Fundstücke ausgestellt sind. 

Besonders auf der Ostseite der Festungsmauer fallen die mehrfach übereinander angeordneten, regelmäßig über die Mauerflachen verteilten Entlastungsbögen auf, und das von handwerklichem Können zeugende Quadermauerwerk. Dagegen sind die Facen der Bastion Baden in ihrem vorderen Teil von weitaus geringerer Qualität.

Wahrscheinlich ist dieser Teil der Bastion, dessen Baufugen am Flankenende gut auszumachen sind, als erster entstanden. Auf der Westseite, die leider die stärksten Schäden aufweist, kann man noch die Spuren einer horizontalen Gliederung der Mauerflächen durch einen ausfragenden gerundeten Gesimsstreifen erkennen.

Wie auf der Ostseite, wo die imposanten Abmessungen der Mauern noch erkennbar sind, ragten auch auf der Westseite die Bastionswände aus dem heute verfüllten Graben bis zu neuen Metern auf. Auf den gemauerten Bastionssockeln waren geböschte Erdwerke aufgesetzt. Der Fuß der Erdböschung war von der oberen Kante der Sockelmauer etwas zurückversetzt, so dass hier ein Umgang entstand, der, hinter einer Brustwehr verborgen, Teile des Bastionsringes umlief.

Zwischen dem gemauerten Unterbau und der daraufgesetzten Erdböschung waren horizontal sogenannte Sturmpfähle eingelegt, die auskragend ein Besteigen der Festungswände verhindern sollten. Auf ein besonderes Detail sei noch hingewiesen.

An der Südflanke der Bastion Badenweiler rundet sich die Ecke zwischen Flanke und Face zu einem Vorsprung. dem Ohr oder Orillon. Durch diese Bauausbildung, besonders von Daniel Speckle bevorzugt, erhielt die Kasematte einen sicheren Schutz. Die heute zugemauerte Kasemattenöffnung geht auf 1670 zurück, wo an Stelle der hohen Öffnung zwei kleinere Geschützstande übereinander angeordnet waren deren eine Schießscharte noch zu erkennen ist.

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