Schalenstein-Wanderweg bei Schonach im Schwarzwald
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Themenbezogene Wanderwege gibt es einige. Nun wurde der Reigen um einen weiteren Wanderweg, allerdings handelt es sich beim "Schalenstein-Wanderweg" um eine ganz besondere Rarität. Eine Schonacher "Interessengemeinschaft Schalensteine" hat das Thema so weit vorbereitet, dass der Eröffnung nichts mehr im Weg steht.
Schalensteine und ähnliche Phänomene gibt es nicht nur in Schonach, sondern auch anderenorts; besonders zahlreich in Nord- und Westeuropa. Doch nur in Schonach wurden sie bislang zum Thema eines Wanderweges. Nach wie vor wird versucht, zu ergründen, wie diese Schalensteine oder Näpfchensteine entstanden sind und wie sie genutzt wurden. Da lehnt sich auch der Titel des Schalenstein-Wanderweg-Flyers weit aus dem Fenster, wenn dort von "mystischen Opferstätten" die Rede ist. Der Text im Innern räumt dann auch ein, dass es bis heute keine allgemein anerkannte Erklärung für diese Steine gibt. Auch der Wanderweg will nicht versuchen, eine Klärung zu erzwingen.
Theorien zur natürlichen Entstehung der Schalensteine gibt es viele. Da werden eiszeitliche Einflüsse aufgeführt, weichere Mineralschichten könnten herausgebrochen sein, die Verwitterung könnte diese Gebilde hervorgerufen haben, auch Humussäure könnte beigetragen haben. Mag sein, dass der Mensch diese Steine entdeckt und weiter bearbeitet hat.
Ein Schalenstein: Der neue Wanderweg in Schonach beginnt mit dem Schalenstein, der den Trachtenbrunnen bildet. Um die Schalensteine in Schonach hat sich die "Interessengemeinschaft Schalensteine" gebildet. Dahinter stehen Ulrich Gasche, Karl Koch und Dieter Nock. Und aus diesem Kreis heraus kam auch die Idee, eine Wanderstrecke nach den Schalensteinen zu benennen. Der Weg beginnt mit dem Schalenstein, der den Trachtenbrunnen bildet und der in der Bevölkerung auch "Heidenstein" oder "lebendiger Stein" genannt wird. Von dort aus geht der Wanderweg weiter über den Teufelstritt, den Augenstein, den Altarstein, den Summstein, den Eulenstein, den Kippstein und den Geisterfelsen. Alle Steine sind nicht weit voneinander entfernt und der letzte Stein in dieser Kette liegt oberhalb des Gasthauses "Berghüsli", wo der Weg endet und wo der interessierte Besucher in einer Mappe weitere interessante Informationen findet.
Den Weg von einem Stein zum anderen zu finden, gelingt mit einer Wanderkarte. Aber auch mit so genannten Peilstangen, die die Richtung zum nächsten Stein anzeigen. Wer moderner ausgestattet ist, findet die Schalensteine anhand ihrer Koordinaten auch auf einem mitgeführten GPS-Gerät. In einem Flyer, der bereits fertig und auch schon verteilt ist, sind die Koordinaten angegeben.
Michael Müllner
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