Schwarzwaldmühle Hexenlochmühle bei Furtwangen
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Für Schwarzwaldurlauber gehört ein Besuch der alten Hexenlochmühle zwischen Furtwangen und St. Märgen zum obligatorischen Besichtigungsprogramm. Die wildromantisch in einem kleinen Tal, dem Hexenloch, gelegene Schwarzwaldmühle ist Sommers wie Winters Ziel auch von Ausflüglern der Region. Insbesondere aus dem Breisgau, aber auch aus Donaueschingen, dem Raum Villingen und sogar der Schweiz kommen Nostalgiebewusste zur Familie Trenkle. Einerseits schätzen sie das urige Ambiente, andererseits belohnen sie die günstigen Preise mit ihrem Kommen.
Obwohl derzeit alle touristischen Reiseziele unter einer Kaufzurückhaltung leiden, können die Trenkles keinen Besucherschwund feststellen. Karl Friedrich Trenkle: "Wir haben sehr viele Stammgäste, die jedes Jahr in den Schwarzwald und zu uns kommen." Allerdings bekommen die Hexenlochmüller die Rezession über den sparsameren Einkauf ihrer Besucher zu spüren.
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Bereits in vierter Generation führt Karl Friedrich Trenkle die Mühle. Dass sie nicht das Schicksal wie so viele andere teilen musste und sich stattdessen fein rausgeputzt präsentiert, liegt in erster Linie am Engagement der Trenkles begründet.
1825 von vier Bauern als Holzsäge gebaut, kaufte Karl Friedrich Trenkle, Urgroßvater des heutigen Inhabers, im Jahr 1839 die Anteile der Mitbesitzer ab. So entlegen der Standort heute ist, bot die Mühle doch aufgrund ihrer Lage ideale Bedingungen, um selbst Langholz zu zersägen.
Dank ausreichender Wassermengen von bis zu 300 Liter pro Sekunde konnten sogar zwei Wasserräder gleichzeitig betrieben werden. Wie in alter Zeit wird 200 Meter oberhalb der Mühle das Wasser über einen Kanal vom Heubach zu den beiden Wasserrädern geführt. Rund 13 PS Leistung erzeugen sie. Holz wird zwar nicht mehr gesägt, dafür aber mehr elektrische Energie erzeugt, als die Hexenlochmühle verbraucht.
Dank des aufkommenden Schwarzwaldtourismus wurde bereits in den 60-er Jahren im kleineren der beiden Gebäudeteile, in dem sich einst eine Nagelschmiede und später die Fertigung für Uhrengestelle befand, Schwarzwalduhren und Souvenirs verkauft. 1987 erfolgte der Umbau der Holzsäge, zugleich wurde der Handel mit Schwarzwälder Produkten erweitert. Zu Ostern 2002 verschwand im Untergeschoss die Uhrenwerkstatt, an ihrer Stelle befindet sich nun ein schmuckes und dem Ambiente stilvolles Restaurant mit rund 30 Plätzen. Hier lassen sich sogar Familienfeiern abhalten.
Zum Familienbetrieb gehören neben Gerlinde und Karl Friedrich noch die beiden Söhne Benjamin (Uhrmacher) und Pascal (Koch). Daneben werden ein Koch, drei Festangestelle und saisonal bedingt Aushilfen beschäftigt. "Wir haben einen guten Stamm; wir arbeiten seit Jahren prima miteinander", ist die Chefin stolz.
Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, ab Ostern bis Dezember durchgehend von 9.30 bis 18 Uhr.
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